Voraussicht
2 September 2020

Für das Studium Ihrer Kinder sparen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Für die Zukunft Ihrer Kinder oder Enkelkinder vorzusorgen, heißt zuallererst, sicherzustellen, dass sie die bestmögliche Bildung bekommen. Die Kosten immer höherer Schulabschlüsse beunruhigen jedoch die meisten Eltern. Sie möchten also vorsorgen und für die Ausbildung Ihrer Kinder sparen, sind sich aber unsicher, welche Lösung Sie wählen sollen? Ist es besser, ein Konto auf seinen oder Ihren Namen zu eröffnen? Wann ist der beste Augenblick?

Das Sparkonto – sicher, aber wenig attraktiv

Das traditionelle Sparkonto oder Sparbuch macht weiter von sich reden. Auch wenn diese Lösung sowohl einfach als auch sicher ist, macht sie der Zinseinbruch in den letzten Jahren immer weniger vorteilhaft. Natürlich zeigen sich die Banken bei Minderjährigen etwas großzügiger, indem sie eine Unmenge an „Junior“-Plänen anbieten. Aber diese leicht besseren Zinsen reichen nicht, um die Inflation auszugleichen, so dass die Rendite im Allgemeinen negativ bleibt.

Langfristig ist das Sparbuch also sicherlich nicht die beste Strategie. Mit seiner Volljährigkeit könnte das Kind angesichts der Sparanstrengungen, die Sie für es unternommen haben, einen wirklich mageren Betrag erhalten. Ein Sparkonto ist jedoch risikofrei, ohne Fälligkeitstermin und im Allgemeinen ohne Abschlussgebühren oder Gebühren bei der Auflösung. Auch bezüglich der von Ihnen eingezahlten Beträge genießen Sie absolute Freiheit und Sie müssen auch nicht regelmäßig einzahlen.

Kurz: Ein Sparkonto kann kurzfristig eine gute Option bleiben. Zum Beispiel, wenn die Familie größere oder kleinere Beträge für einen Jugendlichen kurz vor seiner Volljährigkeit einzahlen will.

Auf den Namen Ihres Kindes oder auf Ihren eigenen?

Diese Frage darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden: Je nachdem, ob das Konto auf Ihren Namen oder den des Kindes eröffnet ist, sind die Gegebenheiten ganz unterschiedlich.

Ein auf den Namen des Kindes eröffnetes Konto, ein „Junior“-Konto, wird eine etwas bessere Rendite haben. Sie können jedoch nicht über den Verwendungszweck der Gelder und deren Nutzung entscheiden, sobald es volljährig ist. Denn Ihr Kind kann dann über sein Geld verfügen, wie es will.

Bei einem Schicksalsschlag vor seiner Volljährigkeit können Sie das Geld jedoch abheben, wenn dies als „im Interesse des Kindes“ angesehen wird.

Wenn Sie jedoch ein Konto auf Ihren Namen eröffnen, gehen Ihnen die Vorteile der „Junior“-Konten durch die Lappen. Jedoch bleiben Sie, egal was geschieht, der alleinige Herr und können entscheiden, was mit Ihrem Sparbetrag getan werden soll.

Der Lebensversicherungsvertrag: angemessene langfristige Rendite

Eine Lösung, bei der man bei guter Sparsicherheit den Schutz seiner Verwandten einschließen kann, ist: der Lebensversicherungsvertrag. Er wird vom Elternteil mit dem Kind als Begünstigten abgeschlossen.

Es gibt 2 Arten von Verträgen: Denjenigen, bei dem man eine Rendite in Form einer Gewinnbeteiligung zugewiesen bekommt und denjenigen, bei dem Sie von Börsenerträgen profitieren können.

Die Kehrseite der Medaille: Er ist nicht so anpassungsfähig und flexibel wie ein einfaches Sparkonto. Die Höhe und Häufigkeit der Prämien wird von Anfang an fest vereinbart: Sie sind monatlich oder jährlich zu zahlen. Die Höhe des im Vertrag festgelegten Garantiekapitals wird ebenfalls im Voraus bestimmt: Das Kind erhält den vereinbarten Betrag zu einem im Voraus vereinbarten Zeitpunkt, zum Beispiel im Alter von 21 Jahren. Dieser Zeitpunkt muss nicht unbedingt mit seiner Volljährigkeit zusammenfallen.

Im Todesfall des Elternteils übernimmt die Versicherungsgesellschaft die noch zu zahlenden Prämien, so dass die Zahlung des vereinbarten Kapitals am vereinbarten Fälligkeitsdatum an das Kind gewährleistet ist.

Diese Art von Lösung ermöglicht es Ihnen, in Luxemburg von einem Steuervorteil zu profitieren, wenn der Vertrag mindestens 10 Jahre läuft. Dieser Steuervorteil ist auf 672 € jährlich, multipliziert mit der Anzahl der Personen, die zu einem Haushalt gehören (Ehepartner, Kinder usw.), begrenzt. Außer natürlich, wenn die Ehepartner die Einzelbesteuerung gewählt haben.

In anderen Worten: Die Lebensversicherungslösung ist nur langfristig wirklich interessant, wenn die Eltern sich im Voraus ausreichend weitsichtig zeigen. Sie lässt wenig Platz für Improvisation oder Strategieänderungen: Die Strafen oder Gebühren für eine vorzeitige Vertragsauflösung sind hoch genug, um abschreckend zu sein!

Lieber investieren als sparen?

Immer mehr Eltern ziehen eher eine Investition als Sparen in Betracht, um das zukünftige Studium ihres Nachwuchses sicherzustellen. Hauptsächlich aus Renditegründen, da die Sparzinsen immer weiter gefallen sind, so dass sie kaum an die Inflation heranreichen.

Natürlich gibt es Für und Wider: Alles hängt von Ihren Werten, Ihrer Finanzkraft, Ihrem Investorenprofil, Ihrer Risikobereitschaft usw. ab. Wenn Ihre Einkommen kaum zum Sparen genügen, vergessen Sie nicht, dass jede Investition immer ein Risiko beinhaltet, ist es auch noch so klein. Wenn Ihre Geldeingänge viel höher sind als Ihre Geldausgänge, könnten Sie sich zu dem Abenteuer verleiten lassen.

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