Wohnung
15 Oktober 2020

Sparen Sie in diesem Winter beim Geld beim Heizen: 5 Tipps ohne großen technischen Aufwand für alle Wohnungen

Es gibt Hunderte von kleineren und größeren Strategien zum Energiesparen. Manche hiervon überzeugen, manche sind eher abwegig und manche derart offensichtlich, dass ein Verzicht hierauf schade wäre. Wir haben sortiert, damit Sie sich so schnell wie möglich daran machen können, Ihre Heizkosten zu senken – aus wirtschaftlichen Gründen und zum Schutz der Umwelt.

#1 Nutzen Sie die Wärme der Sonne

Machen Sie Ihr Haus zu einem Sonnenenergiekollektor. Öffnen Sie tagsüber Sie die Vorhänge von nach Süden ausgerichteten Fenstern, damit das Sonnenlicht Ihr Haus natürlich erwärmen kann. Schließen Sie nachts die Vorhänge wieder, um Wärmeverluste zu vermeiden.

#2 Schützen Sie die kältesten Fenster

Nach eindringender Zugluft sind Fenster die zweite Kältequelle. Schlechte Verglasungen lassen sich leicht an Kondenswasser erkennen, das sich an der Glasoberfläche bildet, wenn es draußen kalt und drinnen warm ist.

Sie haben nicht die Zeit oder die Mittel, um die Fenster in diesem Jahr auszutauschen? Bis dahin können Sie trotzdem etwas gegen die Kälte tun:

  • Installieren Sie isolierende Vorhänge oder rüsten Sie vorhandene Vorhänge mit einem Thermofutter aus.
  • Bringen Sie eine Wärmeschutzfolie an und schaffen damit eine provisorische Doppel- oder Dreifachverglasung.

#3 Passen Sie die Raumtemperatur an

Für jeden Raum gibt es eine empfohlene Temperatur:

  • 19 °C für Wohnräume (Wohnzimmer, Esszimmer, Küche)
  • 17 °C für Schlafzimmer
  • 22 °C für ein genutztes Badezimmer und 17 °C für ein ungenutztes Badezimmer

Diese Werte müssen natürlich an Ihr persönliches Wärmebedürfnis angepasst werden. Trotzdem stellen sie gute Richtwerte dar, die absolut akzeptabel sind.

Warum 19 °C? Weil 1 °C mehr 6 % mehr Verbrauch (Quelle: ENOVOS) pro Jahr bedeutet. Das macht sich bei den Heizkosten bemerkbar.

#4 Regeln Sie die Warmwassertemperatur

Dies wird häufig vergessen, weil es unseren Komfort nicht so direkt beeinflusst. Solange warmes Wasser aus dem Hahn kommt, ist uns das genug.

Eine Temperatur von 55 °C bis 60 °C ist optimal. Sie reicht für alle Einsatzbereiche im Haushalt und begrenzt die Entwicklung von krankheitserregenden Bakterien, ohne dass es zur Verkalkung des Boilers kommt. Werfen Sie unbedingt einen Blick hierauf. Denn eine anfangs falsch eingestellte Temperatur kann jahrelang unbemerkt bleiben.

#5 Planen Sie die Erzeugung von warmem Wasser

Wenn Sie eine mit Gas oder Öl befeuerte Zentralheizung besitzen, sollten Sie warmes Wasser intervallweise erzeugen. Einige Systeme sind von vornherein mit einer Zeitschaltuhr ausgerüstet. In anderen Systemen lässt sich eine solche Uhr von einem Fachmann nachrüsten.

Wenn Sie dagegen einen Elektroboiler nutzen und einen Doppeltarifzähler haben, lohnt sich die (finanzielle) Rechnung. Im Zweifelsfall sprechen Umweltschutzargumente immer hierfür.

Letzte Tipps

Noch ein paar weitere Ideen, die gar keine oder nur geringe Kosten verursachen:

  • Bringen Sie Wärmereflektoren hinter Ihren Heizkörpern an
  • Entlüften Sie Ihre Heizungsanlage
  • Isolieren Sie die Warmwasserrohre
  • Isolieren Sie den Warmwasserbehälter
  • Schließen Sie die Türen von Wohnräumen
  • Lassen Sie keine Wäsche auf Heizkörpern trocknen. Sie hindern die Heizkörper an einer ordnungsgemäßen Funktion und lassen den Heizkessel länger laufen
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit Elektroheizungen, denn nichts verbraucht mehr Strom als solche Geräte
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