Mobilitaet
22 Juli 2020

Umweltbewusstes Fahren: 10 einfache Tipps für wirtschaftliches und verantwortungsvolles Autofahren

Private Fahrzeuge sind heutzutage für annähernd die Hälfte aller CO2-Emissionen verantwortlich. Von daher muss jeder von uns durch richtiges Verhalten dazu beitragen, etwas für die Umwelt, aber auch für sich selbst und das eigene Fahrzeug zu tun.
Wir nehmen Sie mit auf eine kleine Spritztour und erläutern Ihnen, was dies in der heutigen Zeit der Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge bedeutet.

Ein Verhalten, von dem alles etwas haben

Hinter umweltbewusstem Fahren steht im Wesentlichen die Idee, die Umwelt durch einen geringeren Kraftstoffverbrauch zu schonen.

Damit verbunden ist also auch ein wirtschaftlicher Faktor. Umweltbewusstes Fahren hat aber auch mit sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung zu tun. Umweltbewusstes Fahren soll nämlich das Unfallrisiko verringern und zu größerer Achtsamkeit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern führen.

Am Steuer eines Autos mit klassischem Diesel- und Benzinmotor lässt sich der Kraftstoffverbrauch um 15 % senken. Zum Teil ist dies auf den eigenen Fahrstil zurückzuführen, aber auch die Klimaanlage, der Wartungszustand oder der Reifendruck spielen hierbei eine Rolle.

10 Tipps für umweltbewusstes Fahren

Umweltbewusstes Fahren heißt nicht nur, langsamer, sondern auch besser zu fahren, und jeder kann bei umweltbewusstem Fahren mitmachen.

Mit diesen 10 Tipps erfahren Sie, wie Sie ein verantwortungsvoller Autofahrer werden:

  1. Schalten Sie zur rechten Zeit einen Gang höher: bei Dieselfahrzeugen ab 2000 Umdrehungen und bei Benzinern ab 2500 Umdrehungen.
  2. Achten Sie auf den Abstand zu Ihrem Vordermann. Verringern Sie abruptes Bremsen und Beschleunigen im Wechsel.
  3. Sie wollen die Geschwindigkeit verlangsamen oder anhalten? Nutzen Sie zunächst die Motorbremse, bevor Sie das Bremspedal treten.
  4. Wenn Sie Ihre Geschwindigkeit leicht um 10 bis 20 km/h verringern, vor allem auf der Autobahn, reicht das schon, um bis zu 20 % Kraftstoff einzusparen. Nutzen Sie außerdem den Tempomaten und achten Sie auf ein gleichmäßiges Fahren.
  5. Wenn Sie länger als 20 Sekunden stehen, schalten Sie den Motor aus (oder überlassen dies Ihrer Start&Stop-Automatik).
  6. Planen Sie Ihre Fahrt so, dass Sie unnötige Umwege vermeiden, und nutzen Sie Ihr GPS/Navi, um Staus zu umfahren.
  7. Entfernen Sie außen am Fahrzeug alles, was nicht gebraucht wird: Dachgepäckträger, Fahrradträger und Dachrelinge. Durch solche Geräte erhöht sich der Kraftstoffverbrauch je nach Geschwindigkeit um 2 bis 3 Liter pro 100 Kilometer.
  8. Achten Sie darauf, dass der Druck Ihrer Reifen den vom Hersteller vorgeschriebenen Werten entspricht.
  9. Halten Sie die Wartungsintervalle Ihres Fahrzeugs ein.
  10. Schalten Sie die Klimaanlage und andere Stromverbraucher aus, wenn diese nicht benötigt werden.

Was ändert sich bei Elektro-Fahrzeugen?

Fahrer von Elektro-Fahrzeugen (E-Autos) behalten schnell ihren Verbrauch genauer im Auge und sparen Kilometer. Ladestationen sind nach wie vor nicht so leicht zu finden wie normale Tankstellen, und wer wegen einer leeren Batterie liegen bleibt, muss oft längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Die Grundsätze für umweltbewusstes Fahren sind hier genauso relevant, auch wenn es zwei kleine Unterschiede gibt:

  • Bremsenergierückgewinnung
    Die Batterien von E-Autos laden sich beim Verzögern und Bremsen auf. Damit dieses System optimal funktioniert, sollten Sie gleichmäßig beschleunigen und maßvoll bremsen.
  • ECO-Modus
    Sobald der ECO-Modus aktiviert ist, optimiert er verschiedene Verhaltensweisen des Fahrzeugs, u. a. die Beschleunigung, den Tempomaten und die Verzögerung. Sie können hierdurch die Fahrzeugreichweite um bis 10 % vergrößern.
Teilen: