Gesundheit
2 August 2021

Seine Sonnencreme richtig aussuchen

Zum Sommer gehört das Sonnen einfach dazu und die gebräunte Haut ist eines der Mitbringsel aus dem Urlaub. Wussten Sie aber, dass man die Sonne intelligent und in Maßen genießen sollte? Die Sonnencreme gehört zu den wichtigen Waffen für all jene, die ihre Haut schützen möchten. Wenn man dann allerdings vor dem Regal steht, fällt die Wahl nicht leicht. Erklärungen und Antwortversuche.

Une maman qui met de la crème solaire à  son enfant à la plage

Warum müssen Sie sich Creme auf die Haut schmieren?

Zunächst, weil man sich einen Sonnenbrand in weniger als 10 Minuten in der Sonne holen kann und dieser 2 Tage lang weh tun wird.

Dann, weil die Folgen langfristig weitaus schwerwiegender sein können. Gewisse Schäden sind optisch: vorzeitige Hautalterung, Depigmentierung oder dunkle Flecken usw. Also genau das Gegenteil dessen, was man mit der Sommerbräune erreichen möchte.

Man muss auch das Hautkrebsrisiko ernst nehmen. Dieses betrifft jeden Hauttyp, auch jene, welche die Sonneneinstrahlung gewohnt oder von Natur aus gebräunt sind. Hierfür verantwortlich sind die UVA-Strahlen, welche die Hindernisse (Sonnenschirme, Wolken usw.) durchstrahlen und tiefer in die Haut eindringen. In Luxemburg kommt der Hautkrebs am häufigsten vor, denn jedes Jahr werden mehr als 500 neue Fälle gemeldet.

Man muss aber nicht zwischen Schutz und Bräunen wählen. Denn die Sonnencreme verhindert nämlich nicht das Bräunen, ganz im Gegenteil. Ein schrittweises Bräunen wird wahrscheinlich länger anhalten als eine Bräune, die mit wiederholten Sonnenbränden erreicht wird.

Die Merkmale einer guten Sonnencreme

Bei der Wahl einer Sonnencreme sollten Sie auf gewisse Eigenschaften achten:

  • Ein breiter Schutz gegen UVB aber auch UVA (dies ist für gewöhnlich der Fall, sollte aber besser geprüft werden)
  • Einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 oder sogar 50
  • Ohne gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe wie:
    • Parabene, diese Konservierungsstoffe haben ebenfalls Auswirkungen auf das Hormonsystem und tragen die schönen Namen Methylparaben, Butylparaben, Ethylparaben, Isobutylparaben oder Propylparaben.
    • Die Benzophenone machen die Creme transparenter, haben jedoch auch toxische Wirkungen. Sie tragen den Namen Oxybenzon, BP-1, BP-2, BP-3 oder BZ-3, Escalol 567, Uvinul M40, Uvasorb Met, Ethylhexyl Methoxycinnamate oder Octinoxat.

Zwei Arten von Sonnencreme

Es gibt zwei Arten von Sonnencreme, je nach Art der verwendeten Schutzbarriere:

  • die chemischen Filter fangen die UV-Strahlen anstatt der Haut auf. Sie sind Gegenstand von Kontroversen, da sie die Korallenriffe beschädigen. In Hawaii wurden sie ferner verboten, um das Meeresökosystem vor Ort zu schützen. In jüngster Zeit passen zahlreiche Marken ihre Zusammensetzung an und arbeiten gleichzeitig mit Umweltvereinigungen zusammen, um die Beschädigung der Meereswelt zu begrenzen.
  • die mineralischen Filter stellen dank des Titandioxid oder Zinkoxid einen physischen Schutz vor den UV-Strahlen dar, da sie diese wie ein Spiegel reflektieren. Für eine besser Anwendung der Creme verwenden zahlreiche Hersteller Nanopartikel. In diesem Fall sollte man besser Sprühflaschen vermeiden, da die Nanopartikel eingeatmet werden können und dann eine Gefahr darstellen.

Häufige und großzügige Anwendung

Sobald Sie Ihre Creme ausgewählt haben, müssen Sie sie noch richtig verwenden, damit sie auch wirklich wirksam ist. Wenn Sie sich für chemische Filter entschieden haben, sollten Sie bedenken, dass Sie 30 Minuten nach der Anwendung warten müssen, bis sie ihre Wirkung entfaltet haben.

In jedem Fall sollten Sie sich alle zwei Stunden erneut eincremen. Und vor allem sollten Sie die Creme großzügig auftragen. Tests haben gezeigt, dass wir eher zu wenig Creme auftragen.

Zur Berechnung des Lichtschutzfaktors einer Creme rechnen die Hersteller mit einer Anwendung von 2 mg/cm2 Haut. So viel muss man mindestens auftragen, um das gleiche Ergebnis zu erreichen. Außerhalb der Labore trägt jedoch niemand so viel Creme auf, wir liegen wohl eher bei 0,5 mg/cm2. Und die Menge spielt bei der Qualität des Schutzes eine wichtige Rolle: Eine Creme mit LSF 50 lässt lediglich 2% der UV-Strahlen durch, wenn man jedoch 1 mg/cm2 Haut aufträgt, steigt dieser Wert auf 14% und bis auf 33% bei 0,5 mg.

Kaufen Sie intelligent ein

Sie haben eine Marke ins Auge gefasst und fragen sich nun, welchen LSF und welches Format Sie wählen sollten? Die beste Kombination besteht aus einem hohen LSF und einer kleinen Verpackung.

Der höhere LSF wird dabei helfen, unsere eher zu geringe Menge an Creme zu kompensieren. Die kleine Verpackung wiederum hat den Vorteil, dass man seinen Vorrat regelmäßig auffrischt, wodurch der Schutz stets wirksam bleibt.

Auf jedem Produkt ist eine theoretische maximale Lebensdauer angegeben. In der Praxis gibt es jedoch gewisse Anzeichen, die einem sagen, dass es an der Zeit ist, seine Creme wegzuschmeißen:

  • wenn sie sehr starker Hitze ausgesetzt war (wiederholt in der Hitze am Strand oder im Auto usw.),
  • wenn Sand oder Wasser in die Tube eingetreten ist,
  • wenn die Creme nicht mehr homogen ist (Klumpen, Phasenverschiebung der Creme),
  • wenn vor dem Vermischen aus der Tube eine Flüssigkeit austritt,
  • wenn sie unangenehm riecht.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Der beste Schutz gegen die Sonnenwirkung ist nach wie vor, ihr aus dem Weg zu gehen. Diese Empfehlung gilt insbesondere für Kinder, da ihre Haut besonders anfällig ist. Wenn man als Kind seine Haut schlecht geschützt der Sonne aussetzt, steigt das Risiko eines Hautkrebs im Erwachsenenalter.

Man sollte in den heißesten Stunden im Schatten bleiben, eine Sonnenbrille tragen und möglichst Kleidung tragen, beispielsweise UV-T-Shirts.

Wenn Sie Ihr Lager auf schattigen Spielplätzen aufschlagen, sollten Sie dies positiv sehen: Denn wenn man sich nicht eincremen muss, hat man mehr Zeit für … Eiscreme!

Diesen Sommer schafft die Fondation Cancer eine Innovation mit 10 gratis Sonnencreme-Stationen in der Nähe von Seen und Schwimmbädern.

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